DJB Sichtungsturnier 19.03.2022 / Berlin (Taxi Wonneberger Cup)

Das Bundessichtungsturnier der männlichen U15 konnte nach zwei Jahren Corona-Pause mit neuem Sponsor, Taxi Wonneberg, endlich wieder durchgeführt werden. Beim diesjährigen Turnier nahmen 113 Kämpfer aus zehn Bundesländern und insgesamt 45 Vereinen teil.

Für die Berliner Kämpfer gab es fünf Goldmedaillen, drei Sieger kamen aus Hamburg und je einer aus Niedersachsen und Brandenburg.  Den Kämpfern war die Freude am Kämpfen anzusehen. Das Randori-Training aus den vergangenen Monaten kann den Wettkampf nicht ersetzen. Aber man merkte auch, dass die Routine fehlte. Die meisten Kämpfer hatten in den letzten zwei Jahren keinen Wettkampf. Vieles sah auf der Wettkampfmatte noch etwas steif aus, die Kämpfer, die Kampfrichter  und die Organisatoren müssen erst wieder in den Wettkampfmodus kommen.

Für unseren Judo Club Eberswalde war der Cheftrainer Victor Semenko mit Noah Rux angereist. Nach zwei tollen Siegen von Noah erkannte die Hauptkampfrichterin im Kampf um den Einzug ins Finale eine unerlaubte Technik (niemand anderes in der Halle hatte das so gesehen) und nahm Noah komplett aus dem Turnier. Sehr schade – Noah war in Top Form und hätte sicherlich auch im Finale einen großartigen Kampf abgeliefert.

Nun – auch diese Erfahrung muss ein Sportler machen und nach allem Frust bleiben doch die vielen neu gesammelten Kontakte (z.B. Wladimir Wandtke), Eindrücke und wertvolle Erfahrungen. In der Wettkampfhalle trafen wir auch Udo Quellmalz – Olympiasieger, Weltmeister und Deutscher Meister – schon um diese Legende des DDR und Bundesdeutschen Judosports zu sehen hatte sich die Reise allemal gelohnt.